Intel wird demnächst seine Prozessoren der Core X-Serie aktualisieren. Schließlich können bestimmte Rechenanforderungen nur von Prozessoren gelöst werden, die massig Rechenkerne, hohe Taktraten sowie einen großen Cache und eine hohe Speicherbandbreite vereinen – genau dafür ist die X299-Plattform gedacht. Der bevorstehende Refresh von Intels High-End-Desktop-Plattform erhöht die maximale RAM-Kapazität auf 256 Gigabyte und bindet mehr PCIe-Lanes direkt an die CPU an, um Multi-GPU-Setups und NVMe-Solid-State-Drive-Arrays zu ermöglichen.

Die enorme Leistung der Core X-Serie-Prozessoren setzt ein entsprechend hochwertiges Mainboard voraus. Nachdem die Entwicklung des Prime X299 Edition 30 abgeschlossen war, haben sich die ROG-Ingenieure erneut an die Arbeit gemacht. Das Resultat sind zwei neue X299-Mainboards für die bevorstehende Frischzellenkur der Plattform. Beide Mainboards sind mit allen LGA 2066-Prozessoren kompatibel, eignen sich aber am besten für die baldigen Neuerscheinungen der Core X-Serie.

Zu den Funktionen der neuen Mainboards gehören eine verbesserte Stromversorgung mit zusätzlichen Leistungsstufen, Unterstützung von schnellerem RAM sowie Intel Virtual RAID on CPU (VROC) und eine bessere Netzwerk- und USB-Konnektivität. Beide Modelle bieten AI Overclocking und erhöhen mithilfe von künstlicher Intelligenz automatisch die Taktfrequenz und Spannung für den jeweiligen Prozessor, um das letzte Quäntchen Leistung aus dem Silizium zu quetschen. Wir zeigen euch in diesem Beitrag, was der X299 Refresh alles mit sich bringt.

Der Desktop-PC neu definiert: ROG Rampage VI Extreme Encore

Server-Mainboards haben extrem viele DIMM-Steckplätze und sorgen für neidische Blicke bei Desktop-PC-Nutzern. Sie sind im Vergleich zu Desktop-Mainboards allerdings langweilig, denn sie bieten keine Übertaktungsoptionen oder optische Individualisierungsmöglichkeiten. „Ästhetisch ansprechend“ und „Rack-Mounted“ gehören eben nicht in den selben Satz. Wenn ihr Server-ähnliche Funktionen in einem High-End-Mainboard für Enthusiasten wollt, dann ist das ROG Rampage VI Extreme Encore für den X299 Refresh die richtige Wahl!

ROG Rampage VI Extreme Encore

Das Extreme Encore kommt im E-ATX-Format daher und springt sofort mit seiner Beleuchtung mit holografischen Akzenten auf dem stylischen Aluminium-Kühlkörper ins Auge. Die Abdeckung umhüllt die primären M.2-Slots, die I/O-Abdeckung und Hardware der SupremeFX-Audiolösung.

Ein 1,77 Zoll großes LiveDash OLED-Display zeigt POST-Codes, Systeminformationen oder eure eigens kreierte Grafik an. Wenn ihr einen unauffälligen Look bevorzugt, könnt ihr das Display und die Beleuchtung komplett ausschalten. Die Rückseite wird nahezu vollständig von einer, aus einem Stück bestehenden, Backplate bedeckt, was die Wärmeabfuhr verbessert und die Stabilität des X299 Refresh Mainboards erhöht. Alle PCIe-Slots für Grafikkarten sind mit SafeSlot Metallverstärkungen ausgerüstet, wodurch auch schwere Grafikkarten installiert werden können, ohne dass die Gefahr von Schäden beim Transport des PCs besteht.

Wie der Name schon sagt, bietet das Extreme Encore ein extremes Übertaktungspotenzial und entfesselt bei den leistungsstärksten Core X-Prozessoren die maximale Leistung. Für die hervorragenden Übertaktungseigenschaften sind Spannungsregler mit 16 Phasen verantwortlich. Die Stromversorgung des Mainboards kann die an ihr Limit übertakteten CPUs mit einer absurd hohen Stromstärke versorgen. Da sehr viel Strom in das Extreme Encore fließen kann, nutzen die ROG-Ingenieure ProCool II Stromanschlüsse mit festen anstelle von hohlen Kontakten, um mehr Strom und Hitze leiten zu können.

Eine CPU mit vielen Rechenkernen wie bei den Core X-Modellen verbraucht viel Strom, weshalb eine stabile Stromversorgung und eine gute Kühlung ein Muss sind. Das ROG Rampage VI Extreme Encore nutzt einen massiven Kühlkörper mit zwei kompakten Lüftern, um ein hitzebedingtes Drosseln der Spannungsregler zu verhindern. Die Lüfter springen erst an, wenn sie wirklich benötigt werden. Zudem wird das platzsparende DIMM.2-Modul wird als Kühler für NVMe-Laufwerke genutzt.

Insgesamt stehen euch sechs Lüfteranschlüsse sowie zwei Wasserpumpenanschlüsse zur Verfügung. Die Water Cooling Zone beinhaltet Anschlüsse zum Auslesen der Kühlflüssigkeitstemperatur und der Durchflussrate. Einer der Lüfteranschlüsse unterstützt außerdem leistungsstarke Lüfter mit einem hohen Ampere-Wert. Mit der im Lieferumfang enthaltenen Fan Extension Card II lassen sich problemlos sechs weitere Lüfteranschlüsse hinzufügen. Die Erweiterungskarte lässt sich im Gehäuse verstecken, um eine aufgeräumte Verkabelung und einen besseren Airflow zu erzielen.

Ein Grund für den Kauf eines High-End-Desktop-Prozessors ist die hohe Speicherbandbreite, die er erreichen kann. Das Extreme Encore lässt euch den Vorteil von bis zu 256 Gigabyte Arbeitsspeicher, der Daten über einen Quad-Channel-Controller schickt und mit bis zu 4.266 MHz taktet erleben. Die ROG OptiMem III-Verbesserungen helfen Extrem-Übertaktern dabei, das Limit ihres Arbeitsspeichers auszuloten.

ROG Rampage VI Extreme Encore Kuehler

Die kommenden Core X-CPUs bieten zahlreiche PCIe-Lanes, um Bandbreiten-hungrige Erweiterungskarten zu versorgen. Mit kompatiblen CPUs können drei PCIe x16-Slots in einer x16/x16/x8-Konfiguration für High-Speed-Multi-GPU-Setups, die Deep-Learning-Aufgaben und aufwendiges 3D-Rendering übernehmen können, betrieben werden.

Die durch die CPUs zusätzlich geschaffene Konnektivität erhöht die Anzahl der NVMe-Geräte beim Extreme Encore auf vier Stück. Mit den zusätzlichen PCIe-Lanes können gewaltige NVMe-RAIDs mit der optionalen Intel VROC-Technologie einen Speicherdurchsatz von bis zu 10 Gigabyte pro Sekunde erreichen.

Zwei M.2-Slots ruhen unter dem Hauptkühlkörper, wohingegen der DIMM.2-Slot zwei bis zu 110 mm lange Laufwerke auf einer Riser-Karte unterbringt. Es sind außerdem acht Anschlüsse für SATA-Laufwerke vorhanden. Zukünftige ultraschnelle Peripherie kann von dem neuesten USB 3.2 Gen2 2×2-Anschluss Gebrauch machen, der mit 20 Gbit/s doppelt so schnell ist als USB 3.2 Gen2.

Die hohen Transferraten von NVMe-Laufwerken bringen euch nichts bei Übertragungen im lokalen Netzwerk, wenn ihr immer noch über einen Gigabit-Anschluss mit diesem verbunden seid. 120 Megabyte pro Sekunde mögen vor zehn Jahren beeindruckend gewesen sein, aber heutzutage ist dieser Wert nicht mehr zeitgemäß.

Das Extreme Encore ist daher mit einem Aquantia 10G Ethernet-Controller sowie einem Intel Gigabit Ethernet-Chip ausgestattet, um hohe Transferraten im Netzwerk zu ermöglichen. Wenn ihr lieber kabellos im Netzwerk unterwegs seid, könnt ihr auf den Intel AX200 Wi-Fi 6-Adapter mit Geschwindigkeiten von bis zu 2,4 Gbit/s zurückgreifen.

Es gibt nichts Besseres als sein PC-Setup anzupassen, weshalb das Extreme Encore zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten bietet. Dazu gehören jeweils zwei Standard-RGB-Anschlüsse und zwei adressierbare RGB-Anschlüsse der zweiten Generation, die automatisch die Anzahl der LEDs des angeschlossenen Geräts erkennen. Mit der Fan Extension Card II halten drei weitere Anschlüsse für RGB-LED-Streifen sowie ein NODE-Anschluss Einzug. Der NODE-Anschluss lässt euch kompatible Hardware auslesen und steuern.

Der SupremeFX S1220 Audiochip des Extreme Encore umfasst einen dedizierten Kopfhörerverstärker, japanische Kondensatoren und eigene PCB-Schichten zur Verbesserung der Signalintegrität. In der Sonic Studio Software lässt sich die DTS Sound Unbound Verbesserungen hinzuschalten, wodurch ein beeindruckender Raumklang entsteht, der im Gegensatz zu klassischen Raumklang-Simulationen auch Geräusche ober und unterhalb des Spielers hörbar macht.

 

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ROG Strix X299-E Gaming II Mainboard für Enthusiasten

Die meisten Enthusiasten und Gamer haben häufig spezielle Anforderungen an ein Mainboard: Stabile Leistung, einfaches Overclocking, ansprechendes Design und zahlreiche hochwertige Funktionen soll es bieten. Das ROG Strix X299-E Gaming erfüllt genau diese Voraussetzungen.

ROG Strix X299-E Gaming II

Das Cyber-Text-Leitmotiv des Boards mit seinen schnittigen, eckigen Linien und einem glatten Finish ist sowohl ohne als auch mit RGB-Beleuchtung ein wahrer Hingucker. Ein durchsichtiges, beleuchtetes ROG-Logo auf der I/O-Abdeckung hebt den Cyber-Text in der Acrylplatte hervor. Das 1,3 Zoll große LiveDash OLED-Display sitzt direkt unterhalb des CPU-Sockels und erlaubt das Ablesen der wichtigsten Systeminformationen mit nur einem Blick. Es kann zudem eigens erstellte Grafiken und Texte darstellen.

Um die CPU mit Strom zu versorgen und zu übertakten, nutzt das X299-E Gaming II ein 12-Phasen-Design. Das Kühlsystem der Stromversorgung setzt sich aus einem zweiteiligen Kühlkörper zusammen, der von einer Heatpipe durchlaufen und bei starker Beanspruchung zusätzlich von einem 40-mm-Lüfter unterstützt wird. Wenn ihr euren Prozessor übertakten wollt, greift euch AI Overclocking unter die Arme.

Die 12V ProCool II-Stromanschlüsse besitzen massive Kontakte und können somit mehr Strom übertragen, ohne dabei zu heiß zu werden. Zwei Reihen mit je vier DIMM-Steckplätzen ermöglichen die Installation von insgesamt 256 Gigabyte Arbeitsspeicher. In den Slots passen problemlos Riegel mit Taktfrequenzen von mehr als 4.266 MHz.

ROG Strix X299-E Gaming II Sockel

Die PCIe x16-Slots des X299-E Gaming II können für ein Multi-GPU-Setup mit insgesamt drei Grafikkarten bestückt werden. Egal für welchen Einsatzzweck ihr das X299 Refresh Mainboard vorgesehen habt, es kann die Slots in Kombination mit der richtigen Core X-CPU in x16/x16/x8-Konfiguration betreiben. Nvidia SLI- und AMD CrossFireX-Unterstützung sorgen auch in grafisch aufwendigen Spielen für hohe Bildraten.

Das Mainboard bietet drei M.2-Slots für bis zu 110 mm lange NVMe-Laufwerke, die alle mit je vier PCIe-Lanes angebunden werden. Intel VROC-Unterstützung ermöglicht das Zusammenschalten mehrerer NVMe-Laufwerke für hohe Laufwerkstransferraten. Die guten alten SATA-Festplatten und -SSDs lassen sich an einem der insgesamt acht SATA-Anschlüsse nutzen. USB 3.2 Gen2-Anschlüsse in Typ A- und Typ C-Ausführung runden die Anschlussvielfalt ab, außerdem ist ein Anschluss für das Frontpanel von Gehäusen vorhanden.

Das X299-E Gaming II hat zwar nicht den 10G-Netzwerkadapter des Extreme Encore Mainboards, seine Netzwerkausstattung gehört dennoch zur Besten auf dem Mainboard-Markt. Ein Realtek 2,5G-Chip wird von einem Intel Gigabit Ethernet-Adapter unterstützt. Zusätzlich ist ein Intel Wi-Fi 6 AX200-Adapter integriert, der Bandbreiten von 2,4 Gbit/s bietet und Bluetooth 5.0 unterstützt.

ROG Strix X299-E Gaming II Audiochip

Ein optisch ansprechendes System zu erstellen ist eine Sache, aber einen PC zu bauen, der kühl bleibt, ist eine andere. Das ROG Strix X299-E Gaming II ist mit insgesamt sieben Lüfter-Anschlüssen ausgestattet, inklusive eines dedizierten Anschlusses für All-in-One-Wasserkühler und einem für Wasserpumpen. Alle M.2-Slots sind von Kühlkörpern bedeckt, sodass der Flash-Speicher stets gut gekühlt wird und die Laufwerke ihre volle Leistung erbringen können.

Um die Licht-Show zu befeuern, verfügt das X299-E Gaming II über zwei Anschlüsse für Standard-RGB-LED-Streifen und ein weiteres Paar für adressierbare LED-Streifen der zweiten Generation. Die ROG-Ingenieure haben außerdem einen NODE-Anschluss integriert, über den das Mainboard andere kompatible Komponenten überwachen und steuern kann.

Darüber hinaus besitzt das ROG Strix X299E-Gaming II des X299 Refresh weitere praktische Funktionen. FlexKey ermöglicht es, den Reset-Knopf zum Ein- und Ausschalten der Beleuchtung zu nutzen oder mit der Betätigung des Knopfes direkt ins BIOS zu booten. Der SupremeFX S1220A Audiochip ist zum Schutz vor Interferenzen abgeschirmt, setzt auf japanische Kondensatoren und unterstützt DTS Sound Unbound.